Amnesty International Gruppe 1062 (Köln Ehrenfeld)

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Gruppe 1062 (Köln Ehrenfeld)

StartseiteVHS 2015-12-11

Treffen mit Oberbürgermeisterin Henriette Rekers

Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Köln-Peking trafen sich am 31. März 2017 drei Vertreter des Kölner Amnesty-Bezirks mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Kölner Rathaus. Im Mittelpunkt stand der Informations- und Meinungsaustausch über die menschenrechtliche Dimension von städtepartnerschaftlichen Beziehungen, die Situation der Bürger- und Menschenrechte in China sowie die Situation von Flüchtlingen in Köln. Oberbürgermeisterin Reker und die Vertreter von Amnesty International stimmten überein, dass die durch die UN-Pakte garantierten Bürger- und Menschenrechte wichtige Grundpfeiler internationaler Städtebeziehungen bilden und auch für die städtepartnerschaftlichen Beziehungen der Stadt Köln Leitnormen sind. Die Vertreter unseres Bezirks übergaben Oberbürgermeisterin Reker Dossiers zu Liu Xiaobo, der 2010 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, Liu Xia, Künstlerin und Ehefrau von Liu Xiaobo, Zhou Shifeng, Menschenrechtsanwalt, und Ilham Tohti, Wissenschaftler und uighurischer Menschenrechtsaktivist. Sie alle sind Pekinger Bürger und werden von Amnesty International als gewaltlose Gewissensgefangene betreut.



Einmischung unerwünscht! Zivilgesellschaft unter Druck

Kooperationsveranstaltung mit der Volkshochschule Köln zum Internationalen Tag der Menschenrechte im FORUM Volkshochschule am Neumarkt im Rautenstrauch-Joest-Museum

Am 9. Dezember 2016, anlässlich des folgenden Internationalen Tags der Menschenrechte, veranstaltete der Kölner AI-Bezirk gemeinsam mit der Volkshochschule Köln einen mit über 200 BesucherInnen bestens besuchten Themenabend. Unter dem Titel „Einmischung unerwünscht: Zivilgesellschaft unter Druck“ wurde die nahezu weltweite Tendenz zur Einschränkung von Handlungsspielräumen und Freiheiten der unabhängigen Zivilgesellschaft thematisiert: Mit Gesetzen, bürokratischen und steuerlichen Auflagen, Hetzkampagnen in den Medien, geheimdienstlichen Methoden und offener Repression wird gegen missliebige Initiativen und Nichtregierungsorganisationen vorgegangen. Personen, die sich für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, freie Gewerkschaften oder Umweltschutz einsetzen, werden eingeschüchtert, bedroht, kriminalisiert und offen verfolgt. Nur ein Bruchteil der Vorfälle gelangt an eine breitere Öffentlichkeit.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die aktuellen Entwicklungen in der Türkei und Russland sowie – als Positivbeispiel – in Tunesien. Internationale Gäste, darunter der FAZ-Kolumnist Bülent Mumay aus Istanbul, die Bürgerrechtlerin Irina Scherbakowa aus Moskau und der Sozialarbeiter und Aktivist Walid Ben Nasr aus Tunis, schilderten anschaulich die Veränderungen, die sich zurzeit in ihren Ländern vollziehen. Abschließend wurde darüber diskutiert, was man lokal, von Köln aus tun kann, um zivilgesellschaftliche Freiräume anderswo zu verteidigen.

In diesem Zusammenhang erschien auch ein Interview mit Osman Okkhan vom KulturForum TürkeiDeutschland e.V. in der Dezember-Ausgabe der StadtRevue.





Unser Infostand auf dem Weihnachtsbasar in der Körnerstrasse

Die Wetterfee hätte uns holder kaum sein können: Bei schönstem winterlichem Sonnenschein trafen wir beim diesjährigen Weihnachtsbasar am 4. Dezember 2016 in der Körnerstraße in Köln-Ehrenfeld mit unserem Infostand auf ein bestens gelauntes, aufgeräumtes und sehr aufgeschlossenes Publikum. Schon am frühen Nachmittag war es so voll, dass kaum noch ein Durchkommen war. Entsprechend umlagert war oft unser Stand.

Insgesamt wurden vier Petitionen des Briefmarathons und die Petition für unseren Fall Liu Xiaobo und Liu Xia über 250 mal unterschrieben. In den frühen Nachmittagsstunden beglückten zudem viele gelbe Luftballons ebenso viele Kinderherzen. Über 80 Euro wurden gespendet und eine ganze Reihe neuer Kontakte geknüpft. Dieser Nachmittag machte nicht nur den Besuchern, sondern auch uns von der Amnesty-Gruppe Köln Ehrenfeld großen Spaß.

Auf dem Weihnachtsbasar und der Veranstaltung im Rautenstrauch-Joest-Museum konnten soviel Unterschriften gesammelt werden, dass wir 27 Briefe (mit je 3 Petitionen) nach China schicken konnten, 29 Briefe in die Türkei, ebenfalls 29 Briefe nach Ägypten und 24 Briefe nach Kamerun.

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